Jahr 1951 - 1951
Chronik des "Vereins Deutscher Färber e.V" (VDF)

Der neue Traditionsverein

Es bedurfte mehrjähriger Verhandlungen zur Beilegung der grundlegenden Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Vorsitzenden des alten Verbandes und dem neugegründeten Verein, die aber endlich dank dem Verhandlungsgeschick und der energischen Führung der Besprechungen durch den Beauftragten Heinrich Muller, Augsburg, erfolgreich abgeschlossen werden konnten. Erst dem Färbertag in Wuppertal 1955 blieb die Auflösung des alten Färbervereins bzw. sein Aufgehen in den neuen Traditionsvereinen vorbehalten. Entgegen allen Widerständen wurde der alte Verein am 26. Juli 1956 gelöscht, nachdem er genau 60 Jahre bestanden hatte.
Kehren wir wieder in die Gründungszeit des Vereins Niederrheinischer Färber zurück, der sich in Mönchengladbach etabliert hatte und dessen Geschäfte von einem rührigen Vorstand geleitet wurden.

Im Anschluss an die Gründung des neuen Vereins waren auch die süddeutschen Färber nicht untätig geblieben. In Augsburg wurde am 1. Juli 1950 die Bezirksgruppe Bayern-Süd ins Leben gerufen und Kollege Domel zum 1. Vorsitzenden bestellt. Vorher hatten sich schon die Bezirksgruppen Württemberg-Nord unter Heinrich Over und Württemberg-Süd mit Werner Deubert konstituiert. Der Gedanke eines engen Zusammenschlusses der jetzt bestehenden drei süddeutschen Bezirksgruppen mit dem Verein Niederrheinischer Färber lag nahe. Hauptträger der Wiedervereinigungsidee von Anfang an und uneingeschränkt waren die Kollegen Heinrich Müller, Heinrich Over und Werner Deubert.

1950: "Verein deutscher Färber"
Die Verhandlungen begannen mit einer Anfrage aus Mönchengladbach, zu einer für den 8. Juli 1950 in Plochingen anberaumten Sitzung der süddeutschen Vorstände einen Delegierten, den Beisitzer des Niederrheinischen Vorstands, Max Haase, entsenden zu dürfen. Dieser Bitte wurde entsprochen. Es bestand kein Zweifel darüber, dass schon vor dieser Sitzung sowohl am Niederrhein wie auch in Süddeutschland völlige Einigkeit über die Gründung eines Gesamtvereins unter dem Namen "Verein Deutscher Färber" herrschte. Am 11. November 1950 fand eine stark besuchte außerordentliche Generalversammlung des Vereins Niederrheinischer Färber e.V. in Mönchengladbach statt, der ja als einziger Rechtspersönlichkeit besaß. Diese Versammlung war gleichzeitig auch rechtlich gesehen die Gründungsversammlung des neuen "Verein Deutscher Färber e.V., Sitz Mönchengladbach". Eugen Seeger wurde einstimmig zum damals alleinigen 1. Vorsitzenden und ebenso einstimmig Dr. Karl-Heinz Möller-Klepzig zum ehrenamtlichen Geschäftsführer gewählt. Eine neue Satzung wurde genehmigt. Darin war u.a. die neue Institution der Delegiertenversammlung enthalten, die an die Stelle des erweiterten Vorstandes in der alten Leipziger Satzung trat. Die Eintragung erfolgte am 17. Mai 1951 in das Vereinsregister mit einem Nachtrag vom 3. Dezember 1951, aus dem die Bestätigung der Wiedergründung auf dem 1. Deutschen Nachkriegsfärbertag vom 16./17. Juni 1951 in Konstanz hervorging.

Neugründung früherer Gruppen
Eugen Seeger konzentrierte zunächst seine Arbeit auf die Neugründung bzw. den Anschluss früherer Gruppen wie Hessen, Bergisch Land, Bayern-Nord, Rhein-Ruhr usw. In der Zeit seines Vorsitzes umfasste der Verein insgesamt 20 Bezirksgruppen. Zu den bereits 1950 bestehenden vier Bezirksgruppen (Niederrhein, Württemberg-Nord und Württemberg-Süd sowie Bayern-Süd) gesellten sich ab 1950 die folgenden Bezirksgruppen:

 

Gründungsdatum

Bezirksgruppe Bayern-Nord Bezirksgruppe Pfalz
Bezirksgruppe Oberberg
Bezirksgruppe Bergisch-Land
Bezirksgruppe Eifel
Bezirksgruppe Südbaden
Bezirksgruppe Hessen
Bezirksgruppe Berlin
Bezirksgruppe Nord
Bezirksgruppe Rhein-Ruhr
Bezirksgruppe Münsterland
Bezirksgruppe Hansa
Bezirksgruppe Niedersachsen
Bezirksgruppe Teutoburg
Bezirksgruppe Franken
Bezirksgruppe Emsland
Bezirksgruppe Bodensee

9.5.1951
?.?.1951
24.10.1951
17.11.1951
15.1.1952
26.4.1952
24.5.1952
15.11.1952
21.3.1953
13.5.1953
13.11.1954
8.9.1956
6.10.1956
8.12.1956
26.1.1957
16.3.1957
26.1.1963

 

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